ENavi (Kopernikus IV): Systemintegration und Vernetzung der Energieversorgung

Mit der Energiewende setzt sich Deutschland zum Ziel, das gegenwärtige Energiesystem in ein weitgehend CO2-freies und auf erneuerbaren Energien basierendes System zu transformieren. Der Umbau des Energiesystems erzeugt dabei Herausforderungen, die nur durch Integration über alle Sektoren (Strom, Wärme, Mobilität) und über alle Anwendungsbereiche (Haushalt, Industrie, Handel, Kleingewerbe, Verkehr) bewältigt werden können. Es ist eine von Beginn an systematisch angelegte, mehrdimensionale Herangehensweise erforderlich. Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Kopernikus-Projekt ENavi betrachtet die Energiewende demzufolge als einen gesamtgesellschaftlichen Transformationsprozess.

Mit der Energiewende setzt sich Deutschland zum Ziel, das gegenwärtige Energiesystem in ein weitgehend CO2-freies und auf erneuerbaren Energien basierendes System zu transformieren. Der Umbau des Energiesystems erzeugt dabei Herausforderungen, die nur durch Integration über alle Sektoren (Strom, Wärme, Mobilität) und über alle Anwendungsbereiche (Haushalt, Industrie, Handel, Kleingewerbe, Verkehr) bewältigt werden können. Es ist eine von Beginn an systematisch angelegte, mehrdimensionale Herangehensweise erforderlich. Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Kopernikus-Projekt ENavi betrachtet die Energiewende demzufolge als einen gesamtgesellschaftlichen Transformationsprozess.

Ziel

Das Kopernikus-Projekt ENavi untersucht, wie technische, wirtschaftliche, soziale, kulturelle und politische Einflussfaktoren der Energiewende in einem systemischen Kontext wirken. Im Vordergrund des Projekts steht die Entwicklung eines systemanalytischen Werkzeugkastens, des Navigationsinstruments ENavi. Es soll funktionale Abhängigkeiten und komplexe Zusammenhänge offenlegen und der Simulation von wirtschaftlichen und politischen Interventionen in das Energiesystem dienen. Als Entscheidungsgrundlage ermöglicht es Vertretern in Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft zuverlässige Abschätzungen der Wirkungen und Nebenwirkungen von Interventionen. Seine Ergebnisse fließen in das zentrale Produkt des Projekts, der Roadsmap, ein. Mit ihr lassen sich Energiewendepfade und ihre dynamische Entwicklung beschreiben sowie frühzeitig kritische Phasenübergänge im Energiewendeprozess identifizieren.

Unser Beitrag

Einen Teil der Transformation des Energiesystems bildet die Etablierung dezentraler Stromversorgungskonzepte und ihre Einbindung in die zentrale Energieversorgung. Erfolgsrelevant für die Umsetzung dezentraler Stromversorgungskonzepte ist, in welchem Ausmaß es gelingt, sie auf die jeweiligen Bedingungen vor Ort zuzuschneiden und lokale Akteure durch Kommunikations- und Partizipationsmaßnahmen einzubeziehen. Dies gilt für den gesamten Prozess der Umsetzung dezentraler Stromversorgungsanlagen – von der Konzeption und Planung bis hin zum Bau von Energieerzeugungsanlagen und ihren Betrieb. Wir untersuchen die Frage nach dem Zusammenhang zwischen Phasen der Umsetzung dezentraler Stromversorgungskonzepte und Kriterien für darauf abgestimmte Kommunikations- und Partizipationsmaßnahmen.

 

64 Partner, u. a.
  • Bosch Innovation
  • Dialogik
  • Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme
  • Fraunhofer Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik
  • Global Climate Forum
  • Institut für Klimaschutz, Energie und Mobilität
  • Institut für Technikfolgeabschätzung und Systemanalyse
  • Institute for Advanced Sustainability Studies
  • Plattform Forschungswende
  • Potsdam Institut für Klimafolgenforschung
  • Otto-von-Guericke-Universität Marburg
  • Mannheimer Stadtwerke
  • Stuttgart Research Initiative on Integrated Systems Analysis for Energy
  • Technische Universität Berlin
  • Technische Universität Darmstadt
  • VSE AG Saarbrücken
  • Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie
Förderer
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

 

Laufzeit: 01.10.2016 - 30.09.2019

Ansprechpartner: Agnes Grabietz

RWTH Aachen